Emscherkreuz 6

15.10.2018 - 14.02.2019

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich auf der Terrasse einer Berghütte im Dachsteingebirge. Es ist Anfang September. Die Sonne wärmt noch, versteckt sich aber immer früher hinter den Bergen und lässt mich fröstelnd zurück.

Auf den Gipfeln liegt der erste Schnee. Es ist Herbst geworden. So schnell. Vor vier Wochen waren doch noch 38 Grad. „Kinder, wie die Zeit vergeht!“ Das haben früher – ach, bis vor wenigen Jahren – nur die Eltern gesagt, wenn das Kind der Nachbarn seinen Führerschein machte oder die letzte Vorsorgeuntersuchung schon wieder fünf Jahre her war. Ein Spruch der Erwachsenen. Jetzt erwische ich mich selbst immer öfter dabei, wie ich mir beim Blick auf den Kalender erstaunt die Augen reibe. War es das schon – mit dem Frühling, dem Sommer, dem Herbst? Mit dem Jahr 2018. Die Zeit flieht. Wir können sie nicht festhalten, sie vergeht.

Umso wichtiger ist es, sich am Jahresende Zeit zu nehmen, innezuhalten und zurückzuschauen. Eine Möglichkeit sind die Andachten am Vorabend der Adventssonntage (Seite 12) und der Altjahresgottesdienst (Seite 12). Hier können wir noch einmal in uns gehen und uns fragen: Was hat dieses Jahr besonders (aus-) gemacht?

Das können wir uns bewusst machen und die Erinnerungen in unserem Herzen bewahren. Denn: Die Zeit können wir nicht festhalten, aber die Erinnerungen daran schon.

Wir können auch den Blick nach vorn richten: Das Jahr 2019 wird spannend. Die Ev. Friedenskirchengemeinde Castrop-Rauxel und die Ev. Kirchengemeinde Habinghorst werden weiter aufeinander zugehen, nach und nach zusammenwachsen zu einer großen Gemeinde. Die Presbyterien haben den Willen zur Vereinigung bekundet – sie wollen mit uns allen diesen Weg gehen. Warum? Das lesen Sie ab Seite 18.

Ich wünsche Ihnen ein spannendes, ereignisreiches Jahr 2019.

Jenni Uhlenbruch für das Redaktionsteam „Emscherkreuz“

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Gemeindebüro

Ev. Friedenskirchengemeinde
Castrop-Rauxel

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"Emscherkreuz"

Warum der Name?

Man kommt nicht dran vorbei. Man kommt nur drüber.
Über die Emscher.
Wer auf dem Gebiet der Kirchengemeinde, den Ortsteilen Ickern und Henrichenburg, von A nach B möchte, der muss sie überqueren.
Immer wieder.
Ob an Herderstraße, Emscherstraße, an Ickerner, Waldenburger oder Borghagener Straße... Und auch, wenn der Weg in die Nachbargemeinde nach Habinghorst führt. Vorbei am Düker.
Man kommt nicht dran vorbei.
Man kommt nur drüber.
Und rechts und links der Emscher wohnen die Menschen, die zur Friedenskirchengemeinde gehören.
Und zur Kirche gehört das Kreuz.
Man kommt nicht dran vorbei.

Emscherkreuz.
Doppeldeutlich.
Absichtsvoll.